
Der Ort, der dem See seinen Namen gab, Garda, liegt in einer windgeschützten, von grünen Hügeln umsäumten Bucht zwischen dem Cap S. Vigilio und den steil abfallenden Felsen der Rocca. Schon von weitem erkennt man es dank seiner zypressenbestandener Hügelkulisse.
Das Flüsschen Tesino fließt durch den Ort und mündet in den Gardasee. Von ersten menschlichen Ansiedlungen zeugen Spuren von Pfahlbauten und die Felsenzeichnungen von Sengie.
Der heute 3.500 Einwohner zählende Ferienort gelangte im Frühmittelalter dank Karls des Großen, der es zur Grafschaft Garda mit Rechtsprechung über das ganze umliegende Gebiet erhob, zu Einfluss und Reichtum. Zu dieser Zeit benannte man den See, der zuvor den lateinischen Namen lacus Benacus inne hatte, auf Gardasee um.
Reizvolle Palazzi spiegeln den Einfluss venezianischer Herrschaft im 14. Jh. wider. Allen voran der gotische Palazzo del Capitano auf der Piazza Catullo beim Hafen. Das damals bis vor die Eingangstür des Palastes führende Hafenbecken fiel der künstlich aufgeschütteten Seemole zum Opfer.
Der Corso Vittorio Emanuele wird beidseits von mittelalterlichen Stadttoren begrenzt. Sehenswert ist auch der gotische Kreuzgang in der Pfarrkirche Santa Maria Maggiore, der ein Relikt des vormaligen Klosters an dieser Stelle ist.
Garda bietet traumhafte Villen und Parkanlagen, verschiedene Sport- und Ausflugmöglichkeiten und ein Kongresszentrum.
Garda wird von der Burgruine auf dem Berg Rocca überragt. Diese rund 250 m über dem Seespiegel gelegene Ruine erreicht man in einem einstündigen Fußmarsch.
Der Legende nach wurde Königin Adelheid darin als Gefangene gehalten, bis ihr die Flucht nach Canossa gelang. Auf demselben Hügel liegt die Eremo dei Camaldolesi, ein kleines Kloster, das ursprünglich eine Einsiedelei war.
Die Punta San Vigilio ist eine Landzunge mit Landgut, Villenhotel und der romanischen Kirche San Vigilio, die bei Niedrigwasser über einen Fußweg erreichbar ist. Dort liegt auch der romantische Strand Baia delle Sirene, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten.